Städte gelten als die komplexesten menschlichen Artefakte

Städte sind die stärkste Ballung von Menschen, Gebäuden, Infrastrukturen, sie sind Zentrum des politischen, sozialen, kulturellen, religiösen und ökonomischen Lebens, sie sind Zentrum von Innovationen, Auseinandersetzungen und Umwälzungen aller Art.

Städte sind Sehnsuchtsort („Stadtluft macht frei“) und abschreckendes Beispiel („Sündenbabel“). Schon mit diesen wenigen eklektischen Andeutungen wird erkennbar, dass Stadt nur unzureichend und unvollständig zu erfassen und zu beschreiben ist.

Denn Stadt geht über das Materielle weit hinaus, vermutlich ist das Immaterielle viel wichtiger als das Materielle, das Unsichtbare wichtiger als das Sichtbare. Wenn aber dem Immateriellen, damit dem Unsichtbaren, eine so große Bedeutung zukommt, lohnt es sich, sich intensiver damit auseinanderzusetzen. Die „Unsichtbare Stadt“ ist ein Thema, das zwar eine gewisse Faszination ausübt, die sich aber noch bescheiden in schriftlichen (wissenschaftlichen) Dokumenten manifestiert. Der bekannteste Titel zum Thema ist der Roman von Italo Calvino „Die unsichtbaren Städte“ – auch ein früher Auslöser meiner Beschäftigung mit dem Thema.

Dieser Blog beschäftigt sich – unsystematisch, eklektisch, zufällig – u.a. mit den unterschiedlichsten Aspekten der Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, den Möglichkeiten der Sichtbarmachung und Verschleierung und den dafür eingesetzten Techniken, der Lenkung des Blicks, dem Kampf um Deutungshoheit. Der Blog wird eigene und fremde Text umfassen, Bilder, Hinweise auf Tagungen und Literatur – meistens auf Deutsch, gelegentlich auch auf Englisch.

Kommentare, Diskussionsanregungen, Beiträge sind willkommen.

 

Bildquelle: Eigenes Foto