Perspektivierung – Einführung

Die Auseinandersetzung mit Perspektivierung, also der Ausrichtung des Blicks auf Dinge, die gesehen werden sollen, und der Abwendung/Ablenkung des Blicks von Dingen, die nicht gesehen werden sollen, handelt letztlich immer von normativen Fragen. Das sind, u. a.

  • Was soll gesehen werden und was nicht?
  • Was soll sichtbar gemacht werden?
  • Was soll unsichtbar bleiben oder werden?
  • Wer befindet – explizit oder implizit – darüber?
  • Welche Legitimation besteht für die Perspektivierung und ihre Art und Weise?

Einen ersten Einblick in Fragen der Perspektivierung kann ein Kunstprojekt der Wiener Künstlerin Siegrun Appelt  vermitteln. Die Lenkung des Blicks erfolgt durch die wechselnde Ausrichtung des Lichtstrahls, der unterschiedliche Teile der Szenerie (Graz – Reininghaus, 2015) sichtbar macht oder wieder aus der Sichtbarkeit verschwinden lässt.

© Siegrun Appelt 2015, Veröffentlichung mit Zustimmung der Künstlerin
© Siegrun Appelt 2015, Veröffentlichung mit Zustimmung der Künstlerin
© Siegrun Appelt 2015, Veröffentlichung mit Zustimmung der Künstlerin
© Siegrun Appelt 2015, Veröffentlichung mit Zustimmung der Künstlerin

In diesem Teil des Blogs, Perspektivierung, sollen Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten in der Stadt in Analogie analysiert werden: Wer richtet den Lichtstrahl worauf? Wer lässt was im Dunkel?

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